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Mein einmonatiger individueller Austausch in Deutschland – Zádori Szaffi Erasmus+ Individual Mobility

Ich habe meinen einmonatigen Austausch in Nordwestdeutschland gemacht. Meine Schule, das Gymnasium am Markt, war in einer kleinen Stadt namens Bünde. Die Familie hat in einem alten Bauernhaus am Waldrand gewohnt, etwa zehn Kilometer von der Stadt entfernt. Es gab Pferde, einen kleinen Hund und eine Katze. Ich war oft für das Gassigehen mit dem Hund verantwortlich, deshalb habe ich viele Spaziergänge im Wald und auf den Feldern gemacht.

Meine Austauschpartnerin Valerie hatte zwei Geschwister. Ihr älterer Bruder studierte in einer anderen Stadt und war nur am Wochenende zu Hause. Ihre kleine Schwester war für drei Monate mit Erasmus in den Niederlanden.

Die Schule war sehr modern. Schüler und Lehrer hatten Tablets, und der Unterricht lief meistens digital. Der Unterricht begann um 7:55 Uhr und endete gegen 15:00 Uhr. Jede Stunde dauerte 90 Minuten, mit kurzen Pausen dazwischen. Valerie und ich sind mit dem Fahrrad zur Schule gefahren, das hat etwa 40 Minuten gedauert. In der ersten Woche war ich mit Valerie im Unterricht, danach habe ich mit meiner deutschen Mentorin meinen eigenen Stundenplan gemacht. Besonders interessant fand ich die Fächer Psychologie, Pädagogik und Politik. Der Unterricht war meistens frontal, mit weniger Gruppenarbeit als in Ungarn. Ich habe viele neue Wörter aufgeschrieben und sie in meiner Freizeit gelernt. In den Pausen war ich oft mit Valeries Freunden zusammen. Wir haben geredet oder sind zum Lidl gegangen, um etwas zu essen zu kaufen. Alle waren sehr offen und haben automatisch Deutsch mit mir gesprochen, das hat mir beim Sprachenlernen sehr geholfen.

Freitagnachmittags haben Valerie und ich an einer Badminton-AG in der Schule teilgenommen. Das hat viel Spaß gemacht, und ich konnte dabei die anderen Schüler und Lehrer besser kennenlernen. Dienstags bin ich zum Volleyballtraining in einem lokalen Verein gegangen. Alle waren sehr nett und hilfsbereit, auch wenn ich nicht immer alles sofort verstanden habe.

Ich habe mein Frühstück meistens selbst gemacht. Valeries Mutter hat mir Pausenbrot und Mittagessen für die Schule eingepackt. Abends haben wir immer warm gegessen, die ganze Familie saß zusammen am Tisch.

Meine Gastfamilie hat jedes Wochenende ein Programm für mich organisiert. Am ersten Wochenende sind wir nach Bielefeld gefahren (eine Stunde mit dem Auto), haben eine Burg besucht und eine Ausstellung von Banksy angeschaut. Am zweiten Wochenende waren wir in Köln (drei Stunden mit dem Zug). Wir haben eingekauft, in einem Restaurant gegessen und ein Parfümmuseum besucht – mit Führung. Danach haben wir den Kölner Dom besichtigt, auch mit Führung.

In Essen haben wir uns mit einem anderen ungarischen Austauschschüler und seiner Gastfamilie getroffen. Wir haben zusammen gefrühstückt und sind ins berühmte Bergbaumuseum gegangen. Später haben wir auch ein Ozeanmuseum besucht, das sich in einem alten Wasserturm befindet. Am Abend waren wir auf einem Jazzkonzert von Valeries Bruder.

Am vierten Wochenende sind wir nach Hamburg gefahren und haben dort bei Valeries Tante übernachtet. Am Samstag waren wir in einem Museum über Migration, danach haben wir die Altstadt besichtigt. Am Sonntagmorgen haben wir auf dem berühmten Hamburger Fischmarkt gefrühstückt und danach an einer Führung in der Elbphilharmonie teilgenommen. Wir hatten Glück, denn wir konnten auch ein klassisches Konzert hören.

Am letzten Wochenende sind wir an die Nordsee gefahren (etwa drei Stunden von Bünde entfernt). Bei Ebbe konnten wir mit Gummistiefeln ins Meer gehen – wir haben eine private Wattwanderung gemacht. Danach sind wir am Strand spaziert und haben das Klimamuseum in Bremen besucht.

Ich bin meiner Gastfamilie sehr dankbar. Sie haben mir viele spannende und abwechslungsreiche Erlebnisse ermöglicht. Während der Mobilität hat sich mein Deutsch stark verbessert. Wir haben zu Hause und in der Schule Deutsch gesprochen, aber manchmal habe ich auch Englisch benutzt, wenn ich etwas Kompliziertes sagen wollte. So konnte ich beide Sprachen verbessern.

Ich habe gelernt, mich an neue Menschen und Lebensweisen anzupassen. Ich bin offener und flexibler geworden. Ich musste Kompromisse eingehen und meinen Lebensstil ändern, das hat auch meine Selbstkenntnis gestärkt. Im Unterricht habe ich mir eigene Ziele gesetzt – zum Beispiel neue Wörter lernen oder viel mitschreiben. Das hat meine Selbstdisziplin verbessert. Ich habe auch gemerkt, dass man Sprachbarrieren überwinden kann und tiefe Verbindungen zu Menschen aufbauen kann, auch wenn man nicht dieselbe Muttersprache spricht.

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