Demokratie im Fokus – Erasmus+ group mobility
Ferenczi Márti:
Erasmus-Reise nach Essen: Demokratie im Fokus
Im Rahmen eines Erasmus-Programms fuhren wir mit einer Gruppe von 11 Schüler:innen und 2 Lehrerinnen (Évi und Márti) nach Essen. Das Kernthema des Deutschlandaufenthaltes war Demokratie, und wir hatten die Möglichkeit, uns intensiv mit verschiedenen Aspekten dieses wichtigen Phänomens auseinanderzusetzen.
Während des Programms nahmen wir an Workshops zu Fake News und Hassrede teil, die uns halfen, kritischer mit Informationen umzugehen und die Mechanismen der Meinungsmanipulation besser zu verstehen. Besonders eindrucksvoll waren auch die Vorträge über Flüchtlinge, die uns die Herausforderungen und Schicksale von Menschen auf der Flucht näherbrachten. Ein besonderer Anlass war die Begegnung mit einer Holocaust-Überlebenden, die ihre persönliche Geschichte mit uns teilte und uns die Gelegenheit gab, ihr Fragen zu stellen.
Ein weiterer inspirierender Vortrag wurde von Nora Hespers, einer angesehenen Journalistin, gehalten. Sie sprach über die Aufarbeitung ihrer Familiengeschichte und erzählte uns, wie wichtig es ist, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Neben den inhaltlichen Programmpunkten hatten wir auch die Möglichkeit, Essen und seine Umgebung besser kennenzulernen. Wir besuchten die Zeche Zollverein, eine ehemalige Kohlemine, die heute zum UNESCO-Welterbe gehört. Durch die Geschichte des Ruhrgebiets erhielten wir einen tieferen Einblick in die Entwicklung dieser Region.
Während unseres Aufenthalts waren unsere Schüler:innen bei deutschen Gastfamilien untergebracht. Dies bot ihnen eine großartige Gelegenheit, nicht nur ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, sondern auch die deutsche Kultur und den Alltag hautnah zu erleben. Die Gastfamilien waren sehr herzlich und gaben unseren Schüler:innen das Gefühl, ein Zuhause in der Ferne zu haben. Viele schlossen enge Freundschaften, die sicherlich auch nach dem Erasmus-Aufenthalt bestehen bleiben werden.
Die Reise war eine bereichernde Erfahrung, die uns nicht nur neues Wissen vermittelte, sondern auch viele Denkanstöße gab. Wir kehrten mit neuen Perspektiven und wertvollen Erinnerungen nach Hause zurück.
Melles Évi:
Das Fachprogramm der Essener Erasmus-Reise fand vom 24. bis 28. März 2025 statt und hatte das Thema Demokratie zum Schwerpunkt. Das Programm war sehr hochwertig und abwechslungsreich, mit Sitzungen, die sich dem Thema Demokratie aus verschiedenen Blickwinkeln näherten und den Schüler:innen die Möglichkeit gaben, zu debattieren und ihre unterschiedlichen Meinungen auszudrücken. Die Workshops boten den Schüler:innen auch die Möglichkeit, mehr über Hassrede und Fake News zu erfahren und am Programm des Europatages der Schule teilzunehmen.
Nora Hespers Journalistin und Podcasterin hielt einen sehr interessanten Vortrag über ihre eigene Familiengeschichte, ihren Anti-Nazi-Großvater und die Auswirkungen, die dies auf das spätere Leben ihrer Familie hatte. Das eindrucksvollste Programm war außerdem das Treffen mit der Holocaust-Überlebenden Eva Weyl, die einen Einblick in ihre traumatische Lebensgeschichte gab. Im Rahmen der Mobilität besuchten wir auch den Zollverein, das ehemalige Zechengelände, wo wir eine Führung durch die Ausstellung erhielten.
Während der Mobilität haben sich die Deutschkenntnisse unserer Schüler stark verbessert und die meisten von ihnen haben sehr gute Beziehungen zu den deutschen Schüler:innen aufgebaut.
Papp Noémi:
Erasmus in Essen
Am ersten Tag fand die Eröffnung statt, wo wir herzlich empfangen wurden und alle freundlich waren. Anschließend besichtigten wir die Schule, die groß und sehr modern ist. Dann machten wir Kennenlernspiele mit, die sehr unterhaltsam waren. Ich lernte neue Leute kennen, wir sagten unsere Namen, stellten Fragen und machten kleine Aufgaben. Es war eine gute Möglichkeit, miteinander zu sprechen.
Am zweiten Tag wurde das Programm der Woche vorgestellt, und Markus, der Lehrer erklärte alles. Wir sprachen über unsere Aufgaben, teilten uns in Gruppen und arbeiteten zusammen, was sehr interessant war. Wir hatten auch viele Workshops während der Woche. Im ersten Workshop sprachen wir über die Demokratie und lernten, wie demokratische Institutionen funktionieren. Wir sahen Beispiele und machten auch kleine Spiele. Dann hatten wir einen Workshop über Fake News, wo wir lernten, was Fake News bedeuten, warum sie gefährlich sind, und wie sie die Demokratie schaden können. Danach überlegten wir uns, wie man gegen Fake News kämpfen kann. Wir bekamen Tipps und suchten gemeinsam Lösungen.
Wir besuchten auch den Unterricht in der Schule. Es war interessant zu sehen, wie der Unterricht in Deutschland eigentlich geht. Die Lehrer:innen waren nett, und die Schüler:innen waren offen. Ich lernte viele neue Wörter kennen. Ein weiterer Höhepunkt war der Ausflug nach Essen. Wir besuchten Zollverein, eine alte Mine, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, und nahmen an einer Führung teil. Wir lernten viel über die Geschichte des Bergwerks gelernt. Die Führung war interessant und gut erklärt. Wir machten Fotos und sahen viel.
Ein anderer Workshop war über Hate Speech, also Hassrede. Wir sprachen darüber viel, was Hate Speech ist und wie man sie erkennen kann. Wir lernten, wie wichtig Respekt und Toleranz sind. Ein sehr emotionales Erlebnis war das Treffen mit Eva Weyl. Sie ist eine Holocaust-Überlebende aus den Niederlanden und erzählt uns ihre Lebensgeschichte. Es war natürlich sehr traurig, aber gleichzeitig sehr wichtig für uns. Wir lernten viel über die Vergangenheit und warum es wichtig ist, nie zu vergessen. Eva Weyl war sehr freundlich und offen. Ich werde dieses Treffen nie vergessen.
Am Abend hatten wir eine Abschiedsparty, die ein schöner Abschluss für eine interessante Woche war.
In Essen lernte ich viele neue Leute kennen, und gelang mir, mein Deutsch zu verbessern und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Das Erasmus-Projekt in Essen war eine sehr gute Erfahrung.
Széphalmi Csongor:
Ich habe das Gefühl, dass ich Deutsch nicht so gut spreche und sie noch verbessern muss. Ich hatte viele Gelegenheiten in Essen, die Sprache zu üben, was für mich sehr nützlich war. Die Stadt Essen war für mich ein geeigneter Ort, die deutschen Partner:innen waren sehr nett. Das war mein erstes Erasmus-Studium und ziemlich gut, abgesehen von meinem kleineren Unfall und einem verlorenen Gepäck. Deswegen habe ich leider einige Programmpunkte verpasst, aber die Leute um mich herum waren sehr hilfsbereit, für die ich sehr dankbar bin.
Leider haben mich die Probleme mit meinem Unfall die ganze Woche über begleitet und das Erlebnis etwas getrübt. Ich hoffe, dass ich an weiteren Programmen teilnehmen kann, wenn die deutsche Schüler:innen nach Ungarn kommen. Ich kann das Erasmus-Programm jedem empfehlen, da man dort wirklich viel lernen kann. Insgesamt hat es sich für mich gelohnt, mich zu bewerben, ich habe viele Erfahrungen gesammelt – sowohl gute als auch schlechte-, aber ich kann endlich feststellen, dass es mir Spaß gemacht hat. Ich freue mich darauf, die Studierenden wieder zu treffen und ihnen unser Land zu zeigen.
Németh Barnabás:
Alles in allem habe ich mich in Essen sehr wohl gefühlt, und ich freue mich darauf, wenn die deutschen Schüler:innen nach Budapest kommen. Ich habe diese Woche viele neue Erfahrungen gesammelt. Besonders spannend war der Vortrag einer Holocaust-Überlebenden, Eva Weyl. Sie hat uns von ihrem Leben und ihren schweren Erfahrungen viel erzählt, was sehr emotional war und mich sehr bewegt hat.
Wir haben auch Vorträge gehört, in denen erklärt wurde, wie politische Parteien die Medien benutzen. Ich fand das sehr interessant und habe viel gelernt.
Manchmal war die Organisation ein bisschen unübersichtlich, aber wir hatten während der Woche eine sehr gute Zeit. Insgesamt habe ich aber mich sehr wohl gefühlt und freue mich schon, wenn die deutschen Schüler:innen nach Budapest kommen.
Bárány Kristóf:
Während unseres Erasmus-Aufenthalts in Essen nahmen wir an vielfältigen Programmen teil, die sich hauptsächlich mit Demokratie, Medienkompetenz und europäischer Geschichte beschäftigten. Wir besuchten spannende Workshops über Fake News, Hassrede und die Bedeutung demokratischer Institutionen. Besonders beeindruckend war der Europatag mit Gastvorträgen sowie die Führung in der Zeche Zollverein, einem UNESCO-Welterbe. Ein emotionaler Höhepunkt war das interaktive Gespräch mit Eva Weyl, einer Holocaust-Überlebenden. Durch Schulbesuche bekamen wir außerdem Einblicke in moderne Unterrichtsmethoden und den Einsatz digitaler Medien. Insgesamt war die Woche sowohl lehrreich als auch inspirierend.
Beck Simon:
Im März 2025 hatte ich das Privileg, an einer Reise nach Deutschland im Rahmen eines Erasmus+ Mobilitätsprojekts für eine Woche teilzunehmen.
Der erste Tag war ein bisschen hektisch. Am Montagmorgen kamen wir am Carl-Humann-Gymnasium an, wo wir herzlich von den Lehrern und Gastschülern empfangen wurden. Nach einer Führung durch das Schulgebäude spielten wir einige Kennenlernspiele, die nicht nur die anfängliche Nervosität nahmen, sondern uns auch die Möglichkeit gaben, direkt erste Kontakte mit den deutschen Schülern zu knüpfen. Danach wurde uns das Wochenprogramm vorgestellt, das viele tolle und abwechslungsreiche Aktivitäten enthielt. Am Nachmittag nahmen wir an einem Workshop über die Funktionsweise demokratischer Institutionen teil. Wir lernten, wie ein demokratisches System aufgebaut ist, wer in den Institutionen Entscheidungen trifft und warum Demokratie so entschlossen verteidigt werden muss. Am faszinierendsten fand ich, dass wir nicht nur theoretisch darüber sprachen, sondern auch praktische Übungen machten, um unser Verständnis zu vertiefen.
Der Dienstag war auf das Thema Medien und Fake News fokussiert. Am Vormittag besuchten wir verschiedene Schulstunden, was für mich besonders spannend war, da ich sehen konnte, wie der Unterricht in Deutschland abläuft und wie sich die Lehrmethoden von unserem Schulsystem unterscheiden. Anschließend nahmen wir an einem sehr interessanten Workshop über den Einfluss von Fake News auf demokratische Prozesse teil. Das absolute Highlight des Tages – und ehrlich gesagt der ganzen Woche – war jedoch die Rollenspielsimulation am Nachmittag. Uns wurde ein fiktives Social-Media-Konto zugewiesen, das wir so betreiben sollten, dass wir durch gezielte Desinformation möglichst viele Follower gewinnen. Das Spiel war nicht nur wahnsinnig lustig, sondern auch erstaunlich lehrreich. Ich habe viel darüber gelernt, wie Desinformation funktioniert, wie man sie erkennt und wie man sich davor schützen kann. Ich bin mir sicher, dass dieses Wissen mir in Zukunft helfen wird – besonders im Umgang mit sozialen Medien.
Am Mittwoch fand der „Europatag am CHG“ statt. Wir besuchten mehrere Workshops zum Thema Demokratie und wie die Europäische Union funktioniert. Besonders gut gefielen mir die Diskussionen mit den eingeladenen Gästen, bei denen wir auch eigene Fragen stellen konnten. Am Nachmittag machten wir einen Ausflug zur Zeche Zollverein – einem ehemaligen Steinkohlebergwerk, das heute ein UNESCO-Weltkulturerbe ist. Dort nahmen wir an einer Führung mit dem Titel „Über Kohle und Kumpel“ teil. Ich fand es faszinierend zu sehen, wie hart die Menschen früher unter Tage arbeiteten, und war gleichzeitig beeindruckt davon, wie sich dieses ehemalige Industriegebiet in ein modernes Kulturzentrum verwandelt hat. Ich habe viele neue Fakten gelernt und hatte dabei auch richtig viel Spaß.
Der Donnerstag war dem Thema Hass im Internet und sogenannter Hate Speech gewidmet. Wir begannen den Tag mit einem Workshop, in dem wir reale Beispiele von Hassrede untersuchten – wo sie entsteht, wie sie aussieht und wie man ihr wirklich entgegenwirken kann. Anschließend besuchten wir weitere Unterrichtsstunden an der Schule, diesmal in höheren Jahrgangsstufen. Das war ebenfalls sehr interessant, weil dort oft fortgeschrittene und komplexere Themen behandelt wurden, mit denen ich bisher noch nicht in Berührung gekommen war. Ich konnte sowohl sprachlich als auch fachlich viel dazulernen.
Der Freitag war der letzte Tag und gleichzeitig der emotionalste Höhepunkt der Woche. Am Vormittag bereiteten wir unsere Präsentationen vor, in denen wir unsere Erlebnisse und Lernerfahrungen der Woche zusammenfassten. Der Höhepunkt war der Vortrag von Eva Weyl, einer Holocaust-Überlebenden aus den Niederlanden, die uns ihre Geschichte erzählte. Das hat mich tief bewegt. Es war eine sehr persönliche und intensive Begegnung, die mir gezeigt hat, wie wichtig Erinnerungsarbeit und Aufklärung sind. Am Nachmittag präsentierten wir unsere Projekte, erhielten Feedback, bekamen unsere Teilnahmezertifikate und feierten gemeinsam bei einem Abschiedsessen.
Rückblickend habe ich in dieser Woche viel mehr gelernt, als ich erwartet hatte. Auch meine Deutschkenntnisse haben sich enorm verbessert – ich bin jetzt beim Sprechen viel selbstbewusster, verstehe viel mehr und habe eine Menge neuen Wortschatz mitgenommen. Aber das ist nicht alles: Ich habe auch viel über Politik, Geschichte, Medienkompetenz und das deutsche Schulsystem gelernt. Besonders das Thema Fake News hat mich zum Nachdenken gebracht, und ich kann jetzt schon sagen, dass ich das Gelernte sowohl im Alltag als auch in der Schule anwenden kann.
Ich habe alles, was ich erlebt habe, meinen Freunden und meiner Familie erzählt – sie waren sehr neugierig auf meine Geschichten. Ich glaube, dass mir diese Woche nicht nur beim Deutschlernen geholfen hat, sondern mir auch neue Motivation gegeben hat, weiterzulernen und offen für neue Perspektiven zu bleiben.
Dieses Mobilitätsprojekt war für mich eine wirklich wertvolle Erfahrung – und ich bin sehr glücklich, dass ich die Möglichkeit hatte, daran teilzunehmen. Wenn ich noch einmal die Chance bekäme, würde ich sofort wieder mitmachen.
Erdélyi László Mihály:
Meine Reise nach Essen
Meine erste Erasmus-Reise nach Essen war eine bedeutungsvolle Erfahrung. Wir sprachen über Demokratie und verglichen Ungarn mit Deutschland in vielen Aspekten. Viele holen sich Informationen heute aus sozialen Medien. In einem Workshop erstellten wir Fake News und lernten, wie sich Falschinformationen verbreiten. Das zeigte mir, wie wichtig kritisches Denken ist. Wir behandelten auch Hassrede im Internet. Ein Highlight war der Besuch einer Grundschule, wo wir Kindern bei der Präsentation über Ungarn halfen. Besonders berührend war das Treffen mit einer Holocaust-Überlebenden, die erzählte, wie sie als Kind ins Lager musste und wie ihre Familie Geld in Knöpfen versteckte.
Korn Gábor:
Ich war im März eine Woche lang in Essen mit einem Erasmus-Programm. Unser Thema war Demokratie.
Am Sonntag sind wir nach Dortmund geflogen und dann sind wir mit ICE nach Essen gefahren. Während der Woche haben wir kurze Workshops gemacht, wo wir meistens über Demokratie, Hate Speech und Fake News gesprochen haben. Diese Workshops waren ziemlich interessant und lehrreich. Wir sind auch in der Zeche Zollverein gewesen, dass ich den Besuch nur empfehlen kann.
Das Erasmus-Programm war insgesamt sehr interessant und hat mir viel Spaß gemacht.
Török Luca:
Es war ein sehr gutes Erasmus-Programm, das ich sehr genossen habe. Am Ende war das Team gut zusammengewachsen. Es gab viele gemeinsame Aktivitäten, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Programms. Die Praktikumsprogramme waren meist interessant und nützlich.
Der erste Tag: Es gab eine Einführung, und ich mochte die Übungen, die kreativ waren. Wir lernten uns etwas besser kennen und erfuhren die Namen der Schüler:innen. Am Nachmittag hatten wir einen Workshop zum Thema Demokratie.
Tag zwei: Wir haben einen Workshop über Fake News gemacht. Das war auch sehr spannend, wir haben viel Neues gelernt. Das war fast ein ganzer Tag, deshalb hatten wir am Nachmittag eine kurze Nachbesprechung.
Tag drei: Dieser Tag war mein Lieblingstag. Es war ein spannendes Programm. Die Gruppe teilte sich auf, und ich konnte mit zwei anderen Ungarn einen ganzen Tag lang in eine sechste Klasse gehen. Es hat Spaß gemacht, dort zu sein, und es war interessant zu sehen, wie ihr Tag verlief.
Tag vier: An diesem Tag nahmen wir am Unterricht teil und hatten dann einen weiteren Workshop zum Thema Hassreden.
Tag fünf: Am Freitag hatten wir nicht viel zu tun, da wir am nächsten Tag nach Hause fuhren. Aber wir durften einen Vortrag einer Holocaust-Überlebenden zuhören.
Die Reise (vor allem der Heimweg) war ziemlich lang, aber wir haben viel Zeit mit der Gruppe verbracht. Aber irgendwann verging die Zeit und jeder war mit irgendetwas beschäftigt.
Meine Gastfamilie war sehr nett. Sie haben mir bei allem geholfen, während ich dort war (und auch danach). Ich war bei einem Mädchen untergebracht, sie hatte einen jüngeren Bruder, den ich aber nicht sehr gut kennengelernt habe, aber wir haben viel Zeit mit seiner Mutter verbracht. Sie waren sehr nett und hatten immer etwas für mich. Sie haben mir ein spezielles Zimmer gegeben und ich habe dort alles gefunden.
Wie ich bereits erwähnt habe, war das Mittwochsprogramm mein Lieblingsprogramm. Es hat Spaß gemacht, dort mit den Sechstklässlern zu sein. Es war ein bisschen so, als ob wir wieder in der Grundschule wären. Während wir dort waren, waren die Kinder wirklich süß (zueinander und zu uns). Wir brachten ihnen auch ungarische Wörter bei und erzählten ihnen von Ungarn. Sie waren sehr nett, als sie sich auf die späteren Präsentationen vorbereiteten, jeder hatte seine eigene kleine Aufgabe, und am Ende lief alles gut zusammen. Dann gab es ein bisschen Verwirrung wegen des Nachmittagsprogramms, aber das wurde am Ende geklärt.
Das andere Programm, das mich wirklich berührt hat, war das Zeugnis einer Holocaust-Überlebenden über den letzten Tag des Holocausts. Es ist ein schwieriges, ernstes Thema: sie hatte eine tragische Geschichte, aber ich finde es sehr mutig und lehrreich, dass sie über alles, was sie erlebt haben, sprechen kann. Dieses Thema berührt mich immer wieder, und sie hat wirklich Schreckliches durchgemacht. Während ihres Vortrags war sie sehr bewegend und informativ, mit Bildern, die das Gesagte untermauerten. Manchmal war es wegen der Sprachbarriere schwierig, sie zu verstehen, aber sie sprach sehr schön und langsam auf Deutsch, so dass es für uns einfacher war.
Während des gesamten Programms war es schwierig und anstrengend, die deutsche Sprache zu verstehen, aber meine Deutsch- und Englischkenntnisse haben sich während des Projekts auf jeden Fall sehr verbessert. Es war in vielerlei Hinsicht sehr nützlich.
Essen hat mir sehr gut gefallen. Es hatte genau die richtige Größe für eine Stadt, es war nicht zu klein, es hatte alles, was eine große Stadt haben sollte, aber es war auch nicht zu groß, es gab nicht zu viele Leute. Mir persönlich hat es sehr gut gefallen, dass es viele Vorstädte gab.
Insgesamt war die Reise sehr gut und ich mochte die Programme, die informativ und meistens interessant waren. Ich denke, es gab ein bisschen zu viele Workshops und wir haben viel Zeit in der Schule mit Präsentationen verbracht, es hätte ein bisschen mehr Programme geben können, in denen wir uns die Stadt angesehen haben oder so. Aber das Team und meine Gastfamilie waren sehr gut, jeder hat sich am Ende mit jemandem unterhalten.
Rónai Natasa:
Die Reise nach Essen war sehr schön und interessant. Am Anfang konnte ich nicht so gut Deutsch sprechen, aber in einer Woche habe ich viel gelernt. Meine Gastfamilie war sehr freundlich und hat oft mit mir Deutsch und ein bisschen Englisch gesprochen. So habe ich neue Wörter und Sätze gelernt. In der Gruppe haben sich alle gut verstanden, wir hatten viel Spaß zusammen. Mein Gastmädchen war sehr nett. Mein guter Freund war auch in der Nähe, deshalb konnten wir oft zusammen etwas machen.
Die Schulprogramme waren sehr lehrreich, aber es war für mich ein bisschen anstrengend alles zu verstehen. Die Programmpunkte waren spannend und ich habe neue Dinge gelernt. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Projekt. Ich habe viele neue Erfahrungen gemacht und eine schöne Stadt kennengelernt.
Lóki Tamás:
Dies war meine erste Erasmus-Erfahrung, bei der ich zu jemandem fahren durfte. Ich war sehr aufgeregt, weil es mein erster Gruppenaustausch war, und ich freute mich darauf, neue Erinnerungen zu schaffen und neue Freunde zu finden.
Es gab verschiedene Programme, die von den Lehrer:innen organisiert wurden, bei denen wir viel über Essen und seine Umgebung gelernt haben. Besonders beeindruckend war die Gelegenheit, die anderen Teilnehmer:innen besser kennenzulernen.
Der Besuch der Zeche Zollverein war ein echtes Highlight. Dort erfuhren wir viel über die industrielle Vergangenheit der Region und die Geschichte des Kohlebergbaus. Die beeindruckenden Gebäude und Maschinen zeigten uns, wie die Arbeiter früher unter schwierigen Bedingungen gearbeitet haben. Besonders interessant war die Führung, bei der wir mehr über den Wandel der Zeche und ihre Bedeutung für die lokale Wirtschaft und Kultur lernten. Die riesigen Maschinen und die alte Förderanlage machten den historischen Kontext lebendig und veranschaulichten, wie sich die Industrie im Laufe der Jahre verändert hat. Es war faszinierend, die Zeche nicht nur als Museum, sondern auch als Symbol für den industriellen Wandel zu erleben. Während der Fahrt dorthin und zurück hatte ich eine tolle Zeit mit Leuten, mit denen ich vorher noch nie gesprochen hatte.
Nachmittags organisierten wir unsere eigenen Programme, darunter Sightseeing, Bowling. Diese Aktivitäten waren sehr spaßig und halfen uns, uns noch besser kennenzulernen, was die Gruppe noch stärker machte. Die Teilnehmer aus Deutschland und Ungarn waren freundlich, lustig und sehr aufgeschlossen, was diese Woche noch besonderer machte. Ich konnte nicht nur neue Freunde unter den deutschen Teilnehmern, sondern auch unter den Ungarn finden.
Insgesamt war das Projekt sehr lehrreich und unterhaltsam. Wir haben viel gelernt, neue Fähigkeiten entwickelt, wie etwa Teamarbeit und Deutsch. Wir haben Essen aus einer neuen Perspektive erlebt und hatten eine großartige Zeit während der gesamten Woche. Aber für mich persönlich war der wichtigste Teil, dass ich neue Freunde gefunden habe, mit denen ich nie gedacht hätte, dass ich in Kontakt kommen würde.
Miheller Barnabás:
Als wir am 23. März um 6 Uhr morgens auf dem Flughafen Ferihegy ankamen, sah ich die aufgeregten Gesichter aller, und wir machten uns auf den Weg zu unserer lang erwarteten Erasmus-Reise nach Deutschland. Nach ein paar langen Stunden brachte uns das Flugzeug nach Dortmund, wo wir einen schönen Aufenthalt und ein paar Stunden in der Stadt Dortmund hatten. Am Abend kamen wir in Essen an, wo wir von den Freunden, mit denen wir die nächste Woche verbrachten, aufgeregt begrüßt wurden. In den ersten Tagen lernten wir die Gastgeber kennen, ich hatte Glück, denn einer meiner Freunde war bei einem Gastgeber, dessen Gastgeber ein enger Freund von mir war, so dass wir sicher waren, dass wir eine tolle Zeit haben würden. Am ersten Unterrichtstag trafen wir Marcus, ihren Lehrer, der uns über die Aktivitäten informierte, die für uns organisiert werden sollten. Zunächst gab es einen Workshop zum Thema Demokratie, in dem wir etwas über den Bundestag und die politische Situation erfahren. Abends gingen wir dann auch Billard spielen, und zwar in einem der besten Clubs in Essen, obwohl wir leider nicht genug Zeit hatten, um alles kennenzulernen. Außerdem besuchten wir noch einen Workshop über Hassreden, wo wir viele wichtige Informationen darüber lernten, wie man sie erkennt, vermeidet und damit umgeht. Zwischen den Aktivitäten aßen wir mit unseren deutschen Freunden lecker zu Abend, sie zeigten mir ihr italienisches Lieblingsrestaurant, wo ich eine der besten Pizzen meines Lebens aß. Es gab auch einen Vortrag, bei dem uns eine Journalistin von seinem Großvater erzählte, wie er gegen die Nazis gekämpft hat. Danach kamen wir immer besser mit unserer Gastfamilie zurecht, die uns half, uns zu integrieren und die Programme zu genießen. Die Zeit verging so schnell, dass ich überrascht war, als wir zu unserem letzten vollen Tag kamen, an dem das Schulprogramm von einem Holocaust-Überlebenden handelte, die uns von den Schrecken erzählte, die sie während des Holocausts erleiden musste. Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Zug nach Hause, was eine lange 14-stündige Reise war. Alles in allem hat mir die Reise sehr gut gefallen, und ich hoffe, dass wir in Zukunft vielleicht die Gelegenheit haben werden, so etwas zu unternehmen.